Praxis für
Physiotherapie

Silvia Maser
Marie-Carolin von Alvensleben
Markus Schmidt

Wiesbadener Straße 89
12161 Berlin
tel 030-850 745 73
fax 030-850 746 74

OSTEOPATHIE

Die Osteopathie als ganzheitliche, naturheilkundliche Behandlungsmethode
wurde bereits im 19. Jahrhundert von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still
(1828 - 1917) entwickelt und verbreitete sich im Laufe der Jahre über Großbritannien
in ganz Europa. Hauptbestandteil der Osteopathie ist die Überzeugung, dass der
menschliche Körper eine Einheit ist und die Fähigkeit zur Selbstregulierung besitzt.
Dabei stehen drei große Gebiete in wechselseitiger Beziehung zueinander:

 

- Das parietale System - der Bewegungsapparat mit seinen Knochen,
  Muskeln und Gelenken
- Das viszerale System - die Organe mit ihrem Aufhängungsapparat und
  ihren Gefäßen
- Das cranio-sacrale System - die Verbindung zwischen Schädel und Kreuzbein
  und dem dazwischen liegenden Nervensystem

 

Ziel ist eine optimale Beweglichkeit und ein harmonisches Zusammenspiel von
allen drei Systemen.

 

Wie sieht eine osteopathische Behandlung aus?

Osteopathie ist eine spezielle Richtung der manuellen Medizin. Nach ausführlicher
Befragung, Sichtbetrachtung und Untersuchung des Patienten mit den Händen,
versucht der osteopathische Therapeut, über die Aufdeckung von Ursache-Folge-
Ketten, eine Erklärung für die Beschwerden zu finden und auf dieser Grundlage zu
behandeln. Dabei ertastet er Bewegungseinschränkungen und Spannungs-
unterschiede, die den Körper in seiner Gesamtheit belasten und aus Sicht der
Osteopathie zu Beschwerden in anderen Regionen führen können. Diese werden
dann durch speziell für die Osteopathie entwickelte manuelle Techniken behandelt.

 

Anwendungsgebiete:

- Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Beschwerden nach Unfällen, Operationen und Verletzungen
- akute und chronische Schmerzen
- Kiefergelenksbeschwerden
- Probleme im Hals-Nasen-Ohren-Bereich wie z.B. Tinnitus, Schwindel,
  Nasennebenhöhlenentzündungen
- Probleme im internistischen Bereich wie z.B. Verdauungsstörungen,
  Sodbrennen
- Probleme im urogenitalen Bereich wie z.B. Menstruationsbeschwerden
- Probleme bei Müttern vor und nach der Geburt
- Probleme bei Kindern wie z.B. Schiefhals, Kopfasymmetrie, vermehrtes
  Schreien und Spucken, Verdauungsstörungen, begleitend Lern- und
  Konzentrationsstörungen

 

Ziel und Grenzen der Behandlung

Der osteopathische Therapeut "heilt" den Patienten nicht. Versucht wird, durch
eine verbesserte Durchblutung, Beweglichkeit und Entspannung der Strukturen,
die körpereigenen Selbstheilungskräfte anzuregen und so eine dauerhafte
Verbesserung des Gesundheitszustandes herbeizuführen. Behandelt werden
vorwiegend Funktionsstörungen. Tumorerkrankungen, Unfall- oder Operations-
folgen können nicht behoben, aber in ihrem Heilungsprozess möglicherweise
positiv beeinflusst werden. Osteopathie ist also keine Notfallmedizin und kein
Allheilmittel. Sie kann die ärztliche Diagnostik und Therapie nicht ersetzen und
darf im Rahmen der Physiotherapie nur auf Verordnung eines Arztes oder
Heilpraktikers hin angewendet werden.

 

Ausbildung und Behandlungsdauer

Zugangsvoraussetzung zu einer berufsbegleitenden Ausbildung ist ein
abgeschlossener medizinischer Beruf (Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut).
Die Dauer der Ausbildung hängt von der jeweiligen Schule ab, beträgt 5 - 8 Jahre
und wird mit einer Prüfung abgeschlossen.
Eine osteopathische Behandlung dauert ca. 40 - 50 Minuten. Bitte erkundigen Sie
sich bei Ihrer Krankenkasse, ob osteopathische Behandlungen übernommen
werden. Einige gesetzliche Krankenkassen (z.B. die Techniker Krankenkasse, HEK,
einige BKK's, u.a.) beteiligen sich an bis zu 6 Behandlungen im Jahr.

 

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der
beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein
Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter
Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen
und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst.
Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten
wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung
bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.